Die Berechnung der Marktkapitalisierung

Berechnung der Marktkapitalisierung

Die Berechnung der Marktkapitalisierung dient dazu, den Wert der handelbaren Unternehmensanteile eines börsennotierten Unternehmens an einem bestimmten Stichtag anzugeben. Das hilft dabei, Aktien eines Unternehmens in ein bestimmtes Börsensegment einzuordnen und dient als Indexgewichtung einzelner Aktien in einem Börsenindex. Als ein Indikator des Börsenwerts einer Firma spielt diese Kennzahl eine zentrale Rolle bei der Aktienanalyse, Chartanalyse und der Marktanalyse. Der betriebswirtschaftliche Begriff Marktkapitalisierung ist auch bekannt als Börsenkapitalisierung und Börsenwert.

Rechenvorgang

Die Berechnung der Marktkapitalisierung erfolgt mit dem Kurs der Aktie an dem bestimmten Stichtag, multipliziert mit der Anzahl der ausgegebenen Wertpapiere des Unternehmens. Hat beispielsweise eine Aktiengesellschaft 10 Millionen Aktien ausgegeben und der Aktienkurs liegt am Stichtag bei 5 Euro, ist das Unternehmen an diesem Tag 50.000.000 Euro wert. Da diese Kennzahl direkt mit dem aktuellen Aktienkurs zusammenhängt, unterliegt sie starken Schwankungen.

Für die Berechnung der Marktkapitalisierung muss man jedoch nicht wirklich alle Aktien des Unternehmens zu dem aktuellen Aktienkurs berücksichtigen. Meist berücksichtigt man für den Rechenvorgang nur Aktien im Streubesitz, die sich frei im Umlauf befinden. Der Aktienbesitz von Großaktionären oder eigene Aktien der Firma bleiben in diesem Fall unberücksichtigt.

Aussagekraft

Die Marktkapitalisierung bezieht sich auf den rechnerischen Gesamtwert der Aktien und kann ein einzelnes Unternehmen betreffen oder alle börsennotierten Unternehmen in einer Volkswirtschaft. In letzterem Fall betrifft diese Kennzahl den Kurswert aller börsennotierten inländischen Aktien.

Diese spezifische Kennzahl errechnet sich aus der Anzahl aller sich im Umlauf befindlichen Unternehmensanteile multipliziert mit dem aktuellen Kurs an dem jeweiligen Stichtag. Die Anzahl der umlaufenden Aktien einer Firma bleibt meist über einen längeren Zeitraum konstant, jedoch variiert der Aktienkurs jeden Tag. Damit verändert sich auch die Marktkapitalisierung und steigt mit höheren Kursen oder sinkt bei Kurssturz. Liegen die Werte niedrig, kann das ein Indiz für Unternehmenskäufe oder feindliche Übernahmen sein. Eine dauerhafte Reduzierung des Börsenwerts kann den Ausschluss aus einem Börsensegment zur Folge haben.

Allerdings bezeichnet diese Kennzahl auch den Preis einer Aktie eines Unternehmens, den Käufer auf dem freien Börsenmarkt bezahlen müssten. Denn Aktienkurse entstehen ebenfalls durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Diese Bewertung beinhaltet daher ebenfalls eine Transformation künftiger Marktentwicklungen auf den Bewertungszeitpunkt.